Steuern auf Aktiengewinne in Deutschland: Abgeltungssteuer einfach erklärt
In Deutschland werden Gewinne aus Aktien, also Kursgewinne beim Verkauf und Dividenden, über die Abgeltungssteuer besteuert. Sie beträgt pauschal 25 Prozent auf den Gewinn, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, insgesamt rund 26 bis 28 Prozent. Ein wichtiger Vorteil: Bis zum jährlichen Sparerpauschbetrag bleiben Kapitalerträge steuerfrei. Wer die Grundregeln kennt, vermeidet unnötige Steuern.
Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Punkte. Er ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Steuerberatung.
Was besteuert wird und wie viel
Besteuert werden realisierte Kursgewinne (also erst beim Verkauf, nicht bei bloßen Buchgewinnen) und Dividenden. Der Steuersatz beträgt 25 Prozent Abgeltungssteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer, in Summe meist rund 26 bis 28 Prozent des Gewinns. Solange man Aktien hält, fällt auf Kursgewinne keine Steuer an, der Zeitpunkt des Verkaufs bestimmt die Besteuerung.
Sparerpauschbetrag und Freistellungsauftrag
Jeder Anleger hat einen jährlichen Sparerpauschbetrag, bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei bleiben (für Ledige 1.000 Euro, für zusammen veranlagte Paare 2.000 Euro pro Jahr). Damit die Bank diesen Freibetrag automatisch berücksichtigt, richtet man einen Freistellungsauftrag ein. Erst darüber hinausgehende Gewinne werden besteuert. Den Freibetrag jedes Jahr auszuschöpfen ist eine einfache Möglichkeit, Steuern zu sparen.
Automatischer Abzug und Verlustverrechnung
Bei einem deutschen Broker wird die Abgeltungssteuer meist automatisch einbehalten und ans Finanzamt abgeführt, man muss sich in der Regel nicht selbst darum kümmern. Verluste aus Aktienverkäufen lassen sich mit Gewinnen verrechnen und mindern so die Steuer. Bei ausländischen Brokern kann eine Angabe in der Steuererklärung nötig sein. Details und Sonderfälle klärt am besten ein Steuerberater.
Auf VAIQ stehen Analyse, Kennzahlen und Einstiegszonen im Mittelpunkt, die steuerliche Behandlung erfolgt über den Broker. Die Inhalte sind Analysen und keine Anlage- oder Steuerberatung.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Steuer auf Aktiengewinne in Deutschland?
Die Abgeltungssteuer beträgt pauschal 25 Prozent auf den Gewinn, zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer, in Summe meist rund 26 bis 28 Prozent. Das gilt für Kursgewinne beim Verkauf und für Dividenden.
Was ist der Sparerpauschbetrag?
Ein jährlicher Freibetrag, bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei bleiben: 1.000 Euro für Ledige und 2.000 Euro für zusammen veranlagte Paare pro Jahr. Erst darüber hinausgehende Gewinne werden besteuert. Über einen Freistellungsauftrag berücksichtigt die Bank ihn automatisch.
Wann muss man Aktiengewinne versteuern?
Erst wenn Gewinne realisiert werden, also beim Verkauf mit Gewinn oder bei der Ausschüttung von Dividenden. Solange man Aktien hält, fällt auf reine Buchgewinne keine Steuer an. Bei deutschen Brokern wird die Steuer meist automatisch einbehalten.
Kann man Verluste mit Gewinnen verrechnen?
Ja. Verluste aus Aktienverkäufen lassen sich mit Aktiengewinnen verrechnen und mindern so die Steuerlast. Bei deutschen Brokern geschieht das meist automatisch. Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung.