Berkshire Hathaway analysieren: Wie man Buffetts Beteiligungsholding liest
Berkshire Hathaway analysiert man anders als ein normales Unternehmen: Es ist eine Beteiligungsholding, die ganze Firmen besitzt (etwa Versicherer, Eisenbahn, Energie) und dazu ein großes Aktienportfolio hält. Man bewertet sie deshalb über die Summe ihrer Teile, den operativen Gewinn der Tochterfirmen, den Wert des Aktienportfolios und den riesigen Cash-Bestand, nicht über ein einzelnes, klassisches KGV.
Dieser Leitfaden zeigt, wie man die Holding richtig liest.
Eine Holding, kein normales Unternehmen
Berkshire besteht aus zwei Teilen: den vollständig kontrollierten Tochterfirmen (die operative Gewinne liefern) und einem Portfolio börsennotierter Aktien (dessen Wert schwankt). Dazu kommt ein außergewöhnlich großer Cash-Bestand. Für die Analyse zerlegt man den Konzern in diese Bestandteile, statt ihn wie eine einzelne Firma über einen Gewinn zu bewerten.
Kennzahlen: Buchwert, operativer Gewinn, Cash
Historisch wurde Berkshire gern über den Buchwert und dessen Wachstum beurteilt, ergänzt um den operativen Gewinn der Tochterfirmen (ohne die schwankenden Kursgewinne des Aktienportfolios, die das Nettoergebnis verzerren). Der große Cash-Berg ist Chance und Kritikpunkt zugleich: Reserve für Krisen und Übernahmen, aber auch ungenutztes Kapital, wenn keine attraktiven Investitionen gefunden werden.
Die Nach-Buffett-Frage und Bewertung
Ein zentrales Thema ist die Nachfolge: Berkshire ist über Jahrzehnte von Warren Buffett geprägt worden, die Frage nach der Zukunft ohne ihn beschäftigt Anleger. Die Aktie gilt als vergleichsweise defensiv und breit aufgestellt. Man bewertet über die Summe der Teile und den Buchwert und plant den Einstieg über eine definierte Zone.
Auf VAIQ wird Berkshire Hathaway täglich analysiert, mit Report, Fundamental-Score und, sofern ein Setup vorliegt, Einstiegs- und Zielzone. Die Inhalte sind Analysen und keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Warum bewertet man Berkshire nicht über das KGV?
Weil Berkshire eine Beteiligungsholding ist, deren Nettoergebnis stark von den schwankenden Kursgewinnen ihres Aktienportfolios verzerrt wird. Aussagekräftiger sind der operative Gewinn der Tochterfirmen, der Buchwert und der Wert des Aktienportfolios plus Cash.
Was besitzt Berkshire Hathaway?
Vollständig kontrollierte Tochterfirmen (etwa aus Versicherung, Eisenbahn und Energie), ein großes Portfolio börsennotierter Aktien und einen außergewöhnlich hohen Cash-Bestand. Man bewertet die Holding über die Summe dieser Teile.
Was bedeutet der hohe Cash-Bestand?
Er ist Chance und Kritikpunkt zugleich: eine Reserve für Krisen und große Übernahmen, aber auch ungenutztes Kapital, wenn keine attraktiven Investitionen gefunden werden. Wie dieser Cash eingesetzt wird, ist ein wichtiger Faktor für die Aktie.
Wo finde ich eine tägliche Berkshire-Analyse?
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