Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) erklärt: Warum es über den Erfolg entscheidet
Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV, englisch Risk-Reward-Ratio) setzt den möglichen Gewinn eines Trades ins Verhältnis zum möglichen Verlust. Es berechnet sich aus drei Werten: dem Einstiegskurs, dem Zielkurs (Chance) und dem Stopp (Risiko). Ein CRV von 3 zu 1 bedeutet, dass man das Dreifache dessen gewinnen kann, was man riskiert. Dieses Verhältnis ist einer der wichtigsten Faktoren für langfristigen Erfolg, oft wichtiger als die Trefferquote.
Dieser Artikel erklärt Berechnung und Bedeutung.
Wie man das CRV berechnet
Man braucht drei Kurse: Einstieg, Ziel und Stopp. Der mögliche Gewinn ist die Distanz vom Einstieg zum Ziel, der mögliche Verlust die Distanz vom Einstieg zum Stopp. Beispiel: Einstieg bei 100, Ziel bei 130, Stopp bei 90. Der Gewinn beträgt 30, der Verlust 10, das CRV ist 3 zu 1. Als Faustregel gelten Trades mit einem CRV von mindestens 2 zu 1 oder besser als attraktiv.
Warum das CRV wichtiger ist als die Trefferquote
Viele glauben, man müsse möglichst oft richtig liegen. Tatsächlich zählt das Zusammenspiel aus Trefferquote und CRV. Mit einem CRV von 3 zu 1 reicht es, in nur etwa jedem dritten Fall richtig zu liegen, um profitabel zu sein, denn die Gewinner sind dreimal so groß wie die Verlierer. Ein hohes CRV verzeiht also eine niedrige Trefferquote, während ein schlechtes CRV selbst bei häufigen Gewinnen ins Minus führen kann.
CRV in ein System übersetzen
Praktisch bedeutet das: Man handelt bevorzugt Situationen mit gutem CRV, also Einstiege nahe an einer Unterstützung (kurzer Weg zum Stopp) mit ausreichend Luft zum realistischen Ziel. Man plant Einstieg, Ziel und Stopp immer gemeinsam, bevor man kauft, und lehnt Trades mit schlechtem CRV konsequent ab. So entsteht über viele Trades ein positiver Erwartungswert.
Auf VAIQ sind Setups so aufgebaut, dass Einstiegs- und Zielzone zusammen gedacht werden, die Grundlage, um das Chance-Risiko-Verhältnis eines Trades vor dem Kauf zu beurteilen. Die Inhalte sind Analysen und keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Wie berechnet man das Chance-Risiko-Verhältnis?
Man teilt den möglichen Gewinn (Distanz vom Einstieg zum Ziel) durch den möglichen Verlust (Distanz vom Einstieg zum Stopp). Beispiel: Einstieg 100, Ziel 130, Stopp 90, ergibt einen Gewinn von 30 und einen Verlust von 10, also ein CRV von 3 zu 1.
Was ist ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis?
Als Faustregel gelten Trades mit einem CRV von mindestens 2 zu 1 oder besser als attraktiv, der mögliche Gewinn ist dann mindestens doppelt so groß wie das Risiko. Je höher das CRV, desto niedriger darf die Trefferquote sein, um profitabel zu bleiben.
Ist das CRV wichtiger als die Trefferquote?
Beide wirken zusammen, aber ein gutes CRV verzeiht eine niedrige Trefferquote: Mit einem CRV von 3 zu 1 reicht es, in etwa jedem dritten Fall richtig zu liegen, um profitabel zu sein. Ein schlechtes CRV kann dagegen selbst bei häufigen Gewinnen ins Minus führen.
Wie nutzt man das CRV in der Praxis?
Man plant Einstieg, Ziel und Stopp gemeinsam vor dem Kauf und handelt bevorzugt Situationen mit gutem CRV, etwa Einstiege nahe einer Unterstützung mit genug Luft zum Ziel. Trades mit schlechtem CRV lehnt man konsequent ab, so entsteht über viele Trades ein positiver Erwartungswert.