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Goodwill (Firmenwert) erklärt: Was hinter der Bilanzposition steckt

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Goodwill (auf Deutsch Geschäfts- oder Firmenwert) ist eine Bilanzposition, die entsteht, wenn ein Unternehmen ein anderes für mehr kauft, als dessen materielle Vermögenswerte wert sind. Der Aufpreis, den der Käufer für Dinge wie Marke, Kundenstamm oder erwartete Synergien zahlt, wird als Goodwill aktiviert. Ein hoher Goodwill in der Bilanz ist nicht per se schlecht, kann aber ein Risiko sein, das man verstehen sollte.

Dieser Artikel erklärt Entstehung, Risiko und die gefürchtete Abschreibung.

Wie Goodwill entsteht

Kauft Unternehmen A das Unternehmen B für 100 Millionen, obwohl B nur materielle Vermögenswerte (abzüglich Schulden) von 60 Millionen hat, entstehen 40 Millionen Goodwill. Dieser Betrag steht für das, was sich nicht direkt anfassen lässt: die Marke, den Kundenstamm, das Know-how und die erhofften Synergien. Goodwill entsteht also ausschließlich durch Übernahmen, ein Unternehmen, das nie zukauft, hat keinen Goodwill.

Warum ein hoher Goodwill ein Risiko sein kann

Ein sehr hoher Goodwill im Verhältnis zum Eigenkapital zeigt, dass ein Unternehmen viel für Übernahmen bezahlt hat. Das Risiko: Wenn sich die Übernahmen als zu teuer oder erfolglos erweisen, muss der Goodwill abgeschrieben werden. Firmen mit vielen teuren Zukäufen tragen dieses Risiko stärker als solche, die organisch (aus eigener Kraft) wachsen. Man setzt den Goodwill daher ins Verhältnis zur Bilanzsumme und zum Eigenkapital.

Was eine Goodwill-Abschreibung bedeutet

Erweist sich eine Übernahme als überteuert, muss das Unternehmen den Goodwill teilweise oder ganz abschreiben. Diese Abschreibung reduziert den Gewinn und das Eigenkapital, sie ist zwar nicht zahlungswirksam (es fließt kein Geld ab), aber ein Eingeständnis, dass in der Vergangenheit zu viel bezahlt wurde. Große Goodwill-Abschreibungen sind daher ein Warnsignal für die Kapitaldisziplin des Managements.

Auf VAIQ sind Bilanzpositionen wie der Goodwill jeder Aktie mit Historie einsehbar, sodass sich das Übernahmerisiko in der Bilanz einordnen lässt. Die Inhalte sind Analysen und keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Was ist Goodwill in der Bilanz?

Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert) entsteht, wenn ein Unternehmen ein anderes für mehr kauft, als dessen materielle Vermögenswerte wert sind. Der Aufpreis für Marke, Kundenstamm und erwartete Synergien wird als Goodwill aktiviert. Er entsteht nur durch Übernahmen.

Ist ein hoher Goodwill schlecht?

Nicht per se, aber ein hoher Goodwill im Verhältnis zum Eigenkapital zeigt, dass viel für Übernahmen bezahlt wurde. Das birgt das Risiko einer späteren Abschreibung, wenn sich die Zukäufe als zu teuer erweisen. Organisch wachsende Firmen tragen dieses Risiko weniger.

Was ist eine Goodwill-Abschreibung?

Erweist sich eine Übernahme als überteuert, muss der Goodwill teilweise oder ganz abgeschrieben werden. Das mindert Gewinn und Eigenkapital. Die Abschreibung ist nicht zahlungswirksam, aber ein Eingeständnis, dass zu viel bezahlt wurde, und ein Warnsignal für die Kapitaldisziplin.

Wie beurteilt man den Goodwill eines Unternehmens?

Man setzt den Goodwill ins Verhältnis zur Bilanzsumme und zum Eigenkapital. Ein sehr hoher Anteil deutet auf eine übernahmegetriebene Strategie mit Abschreibungsrisiko hin. VAIQ (vaiq.ai) macht solche Bilanzpositionen je Aktie mit Historie sichtbar.

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Alle Inhalte dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Anlageberatung im Sinne des WpHG dar. Angaben zu Drittanbietern ohne Gewähr (Stand: Juli 2026).