Korrelation und Diversifikation: Warum 20 Aktien kein diversifiziertes Depot sind
Echte Diversifikation hängt nicht von der Anzahl der Aktien ab, sondern von ihrer Korrelation, also davon, wie ähnlich sich ihre Kurse bewegen. Wer 20 Technologiewerte hält, ist trotz vieler Positionen kaum diversifiziert, weil sie in einer Korrektur meist gemeinsam fallen. Diversifikation entsteht erst, wenn man Anlagen kombiniert, die sich unterschiedlich verhalten.
Dieser Artikel erklärt Korrelation, Klumpenrisiken und wie man ein wirklich robustes Depot baut.
Was Korrelation bedeutet
Die Korrelation misst, wie stark sich zwei Kurse im Gleichschritt bewegen, auf einer Skala von +1 (identisch) über 0 (unabhängig) bis −1 (gegenläufig). Kombiniert man Anlagen mit niedriger oder negativer Korrelation, gleichen sich Schwankungen teilweise aus, das Gesamtrisiko sinkt, ohne dass zwangsläufig Rendite verloren geht. Genau das ist der Kern der Diversifikation.
Das Klumpenrisiko erkennen
Viele Depots haben verstecktes Klumpenrisiko: zu viele Aktien aus demselben Sektor, derselben Region oder mit demselben Treiber (etwa dem KI-Thema). In einer Korrektur dieses Themas fällt dann alles gleichzeitig. Man erkennt das, indem man die Positionen nicht nur zählt, sondern nach Sektor, Region und Korrelation gruppiert.
Wie man robust diversifiziert
Sinnvoll ist die Mischung über Sektoren, Regionen und Anlageklassen (Aktien, Edelmetalle, ggf. Krypto), die unterschiedlich auf Zinsen, Konjunktur und Krisen reagieren. Wichtiger als „mehr Positionen" ist „unterschiedlicher reagierende Positionen". Zu viele Titel wiederum verwässern die Wirkung guter Ideen (Overdiversification).
Auf VAIQ nutzt der Portfolio-Optimierer echte Korrelationen zwischen den Assets, um Zusammenstellungen mit besserem Verhältnis von Rendite zu Risiko vorzuschlagen, statt Diversifikation nur über die Anzahl der Positionen zu behaupten.
Häufige Fragen
Wie viele Aktien braucht man für ein diversifiziertes Depot?
Es kommt weniger auf die Zahl als auf die Korrelation an. 20 Technologiewerte sind kaum diversifiziert, weil sie gemeinsam fallen. Entscheidend ist die Mischung über Sektoren, Regionen und Anlageklassen, die sich unterschiedlich verhalten.
Was ist Korrelation bei Aktien?
Die Korrelation misst, wie stark sich zwei Kurse im Gleichschritt bewegen, von +1 (identisch) über 0 (unabhängig) bis −1 (gegenläufig). Anlagen mit niedriger Korrelation gleichen Schwankungen teilweise aus und senken so das Gesamtrisiko.
Was ist ein Klumpenrisiko?
Ein Klumpenrisiko entsteht, wenn viele Positionen denselben Treiber haben, etwa denselben Sektor, dieselbe Region oder dasselbe Thema. In einer Korrektur dieses Treibers fällt dann alles gleichzeitig, trotz vermeintlicher Streuung.
Kann man zu stark diversifizieren?
Ja. Zu viele Positionen verwässern die Wirkung guter Ideen und machen das Depot schwer überschaubar (Overdiversification). Ziel ist nicht maximale Anzahl, sondern eine durchdachte Mischung gering korrelierter Anlagen.