Luke MichelsNikkei markiert Rekordhoch, Kospi zieht nach: Wie Micron und Südkoreas Exportboom Asiens Chip-Rally befeuern

Der Nikkei sprang am Donnerstag um 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 68.956 Punkten, der südkoreanische Kospi legte 1,6 Prozent zu. Auslöser sind starke Micron-Zahlen und ein überraschender Exportsprung Südkoreas, der die globale Chip-Nachfrage untermauert.
- Nikkei steigt 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 68.956 Punkten
- Kospi legt 1,6 Prozent zu
- Auslöser: robuste Micron-Zahlen mit optimistischem Ausblick auf KI-Investitionen
- Südkoreas September-Exporte springen 83,5 Prozent im Jahresvergleich
- Globale Anleger lesen darin ein Signal für einen intakten Chip-Zyklus trotz US-Zinssorgen
Während Wall Street über steigende Anleiherenditen grübelt, feiert Asien einen anderen Tag. Der Nikkei kletterte am Donnerstag um 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 68.956 Punkten, der südkoreanische Kospi zog um 1,6 Prozent nach. Zwei Länder, zwei unterschiedliche Auslöser, ein gemeinsamer Nenner: die ungebrochene Nachfrage nach Speicherchips.
Für Investoren, die zuletzt mit Sorge auf die US-Zinskurve blickten, liefert Asien damit ein Gegennarrativ: Der KI-Investitionszyklus läuft weiter, unabhängig davon, was an den Anleihemärkten passiert.
Micron zündet den Funken in Tokio
Der Nikkei-Sprung geht direkt auf die jüngsten Zahlen von Micron zurück. Der US-Speicherchip-Hersteller übertraf mit seinem Ausblick die Erwartungen deutlich und bestätigte damit, dass die Nachfrage aus dem Rechenzentrums- und KI-Geschäft intakt bleibt. Für die japanische Börse, die stark von Zulieferern der globalen Halbleiterkette geprägt ist, wirkte das wie ein Startschuss. Anleger kauften breit über den Chip-Sektor hinweg, getrieben von der Erwartung, dass die Investitionswelle in Speicher- und Logikchips anhält.
Südkoreas Exportmaschine springt an
Parallel dazu lieferte Südkorea eigene Beweise für den Boom: Die September-Exporte sprangen um 83,5 Prozent im Jahresvergleich, ein Sprung, der maßgeblich von der Chip-Nachfrage getragen wird. Der Kospi reagierte prompt mit Kursgewinnen. Zusammengenommen zeichnen beide Ereignisse ein Bild, das viele Anleger seit Wochen suchten: eine Bestätigung, dass der globale Halbleiterzyklus trotz der Nervosität an den US-Anleihemärkten weiterläuft. Ob sich dieses Tempo halten lässt, dürfte sich an den kommenden Quartalszahlen der großen Chip-Zulieferer zeigen.
VAIQ verfolgt die Entwicklung der asiatischen Leitindizes und ihrer Treiber im Chip-Sektor weiter.