Luke MichelsBitcoin knackt 66.000 Dollar: Was die Rückkehr der ETF-Käufer bedeutet

Nach Wochen der Schwäche erholt sich Bitcoin kräftig und erreicht den höchsten Stand seit über einem Monat. Spot-ETFs verzeichnen erstmals seit Ende Mai wieder zwei Wochen in Folge Nettozuflüsse und beenden damit eine achtwöchige Verkaufswelle.
- Bitcoin durchbricht 66.000 Dollar, höchster Stand seit über einem Monat
- Erholung von 57.950 Dollar Anfang Juli, dem tiefsten Stand seit Monaten
- Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen zweite Woche in Folge Nettozuflüsse
- Damit endet eine achtwöchige Negativserie bei den ETF-Flows
- Rotation weg von klassischen Risikoanlagen hin zu Bitcoin als alternative Wertspeicherung
Nach Wochen der Tristesse meldet sich Bitcoin an den Kryptomärkten kraftvoll zurück. Am Mittwoch durchbrach die Kryptowährung die Marke von 66.000 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit über einem Monat. Noch Anfang Juli war der Kurs auf 57.950 Dollar gefallen, den tiefsten Stand seit Monaten.
Die Erholung wirft die Frage auf, was den Stimmungswandel ausgelöst hat, ausgerechnet in einer Phase, in der Ölpreisschock und Iran-Konflikt die Risikobereitschaft an anderen Märkten eher dämpfen.
Ende der Verkaufswelle
Die Antwort liegt weniger in einem einzelnen geopolitischen Ereignis als in der Bewegung des institutionellen Geldes. Die Spot-Bitcoin-ETFs, börsengehandelte Fonds, die den Bitcoin-Kurs abbilden, verzeichneten in der vergangenen Woche bereits zum zweiten Mal in Folge Nettozuflüsse und beendeten damit eine acht Wochen andauernde Negativserie. Nach Monaten, in denen institutionelle Anleger über diese Fonds tendenziell mehr Geld abgezogen als investiert hatten, kehrt sich der Trend erstmals seit Ende Mai wieder um.
Warum ausgerechnet jetzt?
Die Rückkehr der ETF-Käufer fällt zusammen mit einer Marktphase, in der viele Anleger nach den herben Verlusten im Frühsommer offenbar wieder verstärktes Interesse an Bitcoin zeigen, während klassische Risikoanlagen wie Technologiewerte unter dem Ölpreisschock leiden. Für manche institutionelle Investoren fungiert Bitcoin damit derzeit weniger als klassische Risikoanlage, sondern eher als alternative Wertspeicherung neben Gold. Ob sich diese Rotation fortsetzt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob die ETF-Zuflüsse in den kommenden Wochen anhalten und wie sich der Konflikt im Nahen Osten weiterentwickelt. Skeptiker verweisen darauf, dass die vorangegangene achtwöchige Verkaufswelle zeigt, wie schnell sich die Stimmung unter institutionellen Anlegern wieder drehen kann. Auf vaiq.ai lassen sich die Kapitalflüsse rund um Bitcoin tagesaktuell nachverfolgen.