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Aktien·Luke Michels

Chip-Beben am Montag: ARM, Micron und Marvell verlieren bis zu 8 Prozent

Chip-Beben am Montag: ARM, Micron und Marvell verlieren bis zu 8 Prozent

Während die Welt auf den Nahen Osten blickt, spielt sich im Halbleitersektor ein eigener Ausverkauf ab. Südkorea musste den Handel wegen des Kursrutsches zeitweise aussetzen, Auslöser ist auch Michael Burrys öffentlich gewordene Wette gegen den KI-Boom.

Das Wichtigste in Kürze
  • ARM verliert 8,2 Prozent, Micron 7,5 Prozent, Marvell 7,2 Prozent am 13.07.2026
  • Weitere Chipwerte wie Astera Labs, Lam Research, AMD und Intel geben 5 bis 7 Prozent ab
  • Südkoreas Börse setzt Handel wegen Kursrutsches bei Halbleiterwerten temporär aus
  • Michael Burrys öffentlich gewordene Wette gegen den KI-Boom wirkt als Warnsignal
  • Nikkei 225 fällt zusätzlich um 2,19 Prozent, auch getrieben von Chipschwäche

Während die Schlagzeilen des Tages vom Nahen Osten dominiert werden, spielt sich an den Technologiebörsen ein eigenständiger Ausverkauf ab. Halbleiterwerte gehören zu den größten Verlierern des Handelstags: Arm Holdings büßte 8,2 Prozent ein, Micron verlor 7,5 Prozent und Marvell fiel um 7,2 Prozent. Auch Astera Labs, Lam Research, Credo, Intel, AMD und Applied Materials gaben zwischen 5 und 7 Prozent ab.

In Südkorea nahm die Nervosität ein Ausmaß an, das den Handel zeitweise lahmlegte: Der koreanische Aktienmarkt musste eine sogenannte Notbremse ziehen, einen Circuit Breaker, nachdem Halbleiterwerte massiv unter Druck gerieten. Für einen Markt, der stark von Chipherstellern wie Samsung und SK Hynix geprägt ist, ist ein solcher Handelsstopp ein deutliches Alarmsignal.

Was steckt hinter dem Halbleiter-Beben?

Als konkreter Auslöser gilt eine in den vergangenen Tagen öffentlich gewordene Wette von Investor Michael Burry gegen den KI-Boom. Burry, bekannt für seine frühzeitige Warnung vor der US-Immobilienblase 2008, hat Positionen aufgebaut, die von fallenden Kursen bei KI-nahen Technologiewerten profitieren. Für Anleger, die ohnehin seit Wochen über eine mögliche Überbewertung im KI-Sektor diskutieren, wirkt eine solche Wette eines prominenten Namens wie ein Katalysator, der aufgestaute Zweifel in konkrete Verkaufsorder verwandelt.

Verstärkt wird der Effekt durch die allgemeine Risk-Off-Stimmung an den Märkten, die durch die Eskalation zwischen den USA und dem Iran ausgelöst wurde. Auch der Nikkei 225 verlor am Montag 2,19 Prozent, wobei die Schwäche bei Chipwerten neben der geopolitischen Unsicherheit einen wesentlichen Anteil an dem Rückgang trug. Für den Sektor bedeutet das: Zwei Belastungsfaktoren, die geopolitische Lage und die aufkommende Skepsis gegenüber KI-Bewertungen, treffen an diesem Montag zeitgleich zusammen.

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