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Aktien·Luke Michels

Lam Research profitiert von der Kapex-Welle der Hyperscaler: Warum Chipausrüster jetzt zweistellig zulegen

Lam Research profitiert von der Kapex-Welle der Hyperscaler: Warum Chipausrüster jetzt zweistellig zulegen

Lam Research ist am 30. Juli um 18 Prozent gesprungen, mitgezogen von einer breiten Rally bei Chipausrüstern und KI-Infrastrukturwerten. Auslöser ist Microsofts Rekordquartal bei Azure, das zeigt, dass die milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler in Rechenzentren und Chipkapazität ungebrochen weiterlaufen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Lam Research springt am 30. Juli um 18 Prozent auf 297,70 Dollar
  • Eine breite Rally erfasst gleichzeitig weitere Chip- und KI-Infrastrukturwerte
  • Auslöser ist Microsofts Rekordquartal mit einem Azure-Umsatz von über 100 Milliarden Dollar
  • Amazon und Apple haben nach Börsenschluss ihre Quartalszahlen vorgelegt, Analysten erwarten für AWS ein Wachstum von 33 Prozent
  • Anhaltend hohe Kapitalausgaben der Hyperscaler stützen die Nachfrage nach Fertigungsanlagen, Risiken bestehen bei möglichen Investitionskürzungen

Während sich die Schlagzeilen des Tages um Microsofts Azure-Rekord drehten, spielte sich am Chipausrüster-Markt eine parallele Geschichte ab. Lam Research sprang am 30. Juli um 18 Prozent auf 297,70 Dollar, eingebettet in eine breite Bewegung, die auch andere Ausrüster und KI-Infrastrukturwerte erfasste. Der gemeinsame Nenner: Investoren lesen die starken Zahlen der Hyperscaler, wie die großen Cloud-Betreiber Microsoft, Amazon oder Google genannt werden, als Bestätigung, dass die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren und Chipfertigung noch lange nicht an ihre Grenzen gekommen sind.

Warum profitiert ausgerechnet jetzt die Ausrüsterbranche?

Lam Research stellt Anlagen für die Chipfertigung her und ist damit direkt von den Investitionsplänen großer Foundries und Speicherherstellern abhängig, die wiederum auf die Nachfrage der Cloud-Konzerne reagieren. Microsofts Meldung, dass die Cloud-Sparte Azure erstmals einen Quartalsumsatz von mehr als 100 Milliarden Dollar erreicht hat, wirkt hier wie ein Signal für den gesamten Zulieferkomplex: Wenn die Cloud-Nachfrage tatsächlich so kräftig wächst, müssen auch die Chiphersteller ihre Kapazitäten weiter ausbauen, und das braucht neue Fertigungsanlagen.

Wie geht es weiter, wenn Amazon und Apple ihre Zahlen zeigen?

Der Blick richtet sich nun auf Amazon und Apple, die ihre Quartalsberichte nach Börsenschluss vorlegten. Analysten von Bank of America haben ihre Wachstumsschätzung für Amazons Cloud-Sparte Amazon Web Services, kurz AWS, auf 33 Prozent im Jahresvergleich angehoben, was zusätzliche Fantasie für den Kapazitätsausbau der Cloud-Anbieter liefert. Bestätigen sich diese Erwartungen, dürfte das die Kapitalausgaben-These weiter stützen und den Rückenwind für Ausrüster wie Lam Research über den aktuellen Handelstag hinaus verlängern. Risiken bleiben dabei bestehen: Sollten die Hyperscaler ihre Investitionspläne aus Kostengründen oder wegen regulatorischer Unsicherheiten drosseln, würde das die Nachfrage nach neuen Fertigungsanlagen unmittelbar bremsen und die aktuelle Kursrally infrage stellen.

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