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Aktien·Luke Michels

S&P stutzt Oracles Rating auf BBB-: Wie das OpenAI-Engagement die Bonität belastet

S&P stutzt Oracles Rating auf BBB-: Wie das OpenAI-Engagement die Bonität belastet

Die Ratingagentur S&P hat die Kreditwürdigkeit von Oracle wegen der finanziellen Risiken durch die Partnerschaft mit OpenAI herabgestuft. Die Aktie fiel daraufhin um vier Prozent auf ihren tiefsten Stand seit einem Jahr.

Das Wichtigste in Kürze
  • S&P stuft Oracles Kreditrating von BBB auf BBB- herab
  • Begründung: finanzielle Risiken durch das Engagement bei OpenAI
  • Oracle-Aktie fällt um 4 Prozent auf 121,38 Dollar, tiefster Stand seit einem Jahr
  • Die engere Bindung an OpenAI gilt als zentrales Risiko für Oracles Bilanz
  • Niedrigeres Rating dürfte künftige Anleihen für Oracle teurer machen

Wer in den vergangenen Monaten auf Oracles Cloud- und KI-Ambitionen gesetzt hat, wurde am Montag mit einer unangenehmen Nachricht konfrontiert: Die Ratingagentur S&P stufte die Kreditwürdigkeit des Softwarekonzerns von BBB auf BBB- herab. Als Begründung nannte die Agentur die finanziellen Risiken, die aus Oracles enger Verzahnung mit OpenAI entstehen. Die Aktie reagierte prompt mit einem Kursrutsch um vier Prozent auf 121,38 Dollar, dem tiefsten Stand seit einem Jahr.

Wie eng ist Oracle an OpenAI gebunden?

Damit gerät ein zentraler Baustein der Oracle-Erzählung ins Wanken. Der Konzern hatte seine milliardenschweren Investitionen in Rechenzentren und Computing-Kapazitäten maßgeblich mit langfristigen Verträgen rund um OpenAI begründet. Genau diese Abhängigkeit ist nun der Punkt, an dem die Ratingagentur Zweifel anmeldet. Verändert ein derart großer Kunde seine Investitionspläne oder gerät er selbst in finanzielle Schwierigkeiten, wirkt sich das unmittelbar auf Oracles Bilanz aus.

Was die Herabstufung für Oracle bedeutet

Eine Herabstufung im Investment-Grade-Bereich, also dem Bereich, in dem Anleihen noch als vergleichsweise sicher gelten, mag auf den ersten Blick moderat wirken. Sie verteuert jedoch künftige Fremdkapitalaufnahmen in einer Phase, in der Oracle massiv Kapital für den Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur benötigt. Je niedriger das Rating, desto höher die Zinsen, die der Konzern für neue Anleihen zahlen muss, und desto enger wird der finanzielle Spielraum für weitere Investitionen in Rechenzentren. Gläubiger und Anleger werden in den kommenden Quartalen genau beobachten, wie sich Oracles Investitionsstrategie und die Vertragsbeziehung zu OpenAI weiterentwickeln. Wer die Kursentwicklung der Oracle-Aktie im Zeitverlauf verfolgen möchte, findet entsprechende Daten auf vaiq.ai.

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