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Bankaktien analysieren: Zinsüberschuss, Eigenkapital und Risiko lesen

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Bankaktien analysiert man anders als Industrie- oder Techwerte, denn eine Bank verdient nicht durch den Verkauf von Produkten, sondern mit Geld selbst. Die zwei Ertragssäulen sind der Zinsüberschuss (die Differenz zwischen Kredit- und Einlagenzinsen) und die Provisionen (etwa aus Wertpapiergeschäft und Vermögensverwaltung). Weil Banken hoch verschuldet arbeiten, sind Eigenkapitalstärke und Kreditrisiko für die Bewertung genauso wichtig wie der Gewinn.

Dieser Leitfaden zeigt die entscheidenden Kennzahlen.

Wie Banken Geld verdienen

Der Zinsüberschuss ist meist die größte Ertragsquelle: Die Bank verleiht Geld teurer, als sie es sich beschafft. Steigende Zinsen weiten diese Marge oft, was Bankaktien in Zinserhöhungsphasen begünstigt. Die zweite Säule sind Provisionserträge, die weniger zinsabhängig und daher stabiler sind. Für die Analyse betrachtet man das Wachstum beider Säulen und die Kosten-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), ein Effizienzmaß.

Warum Eigenkapital und Risiko entscheiden

Banken arbeiten mit sehr viel Fremdkapital, ein kleiner Anteil fauler Kredite kann daher das Eigenkapital stark treffen. Deshalb sind die Kapitalquote (CET1-Ratio, je höher, desto sicherer) und die Risikovorsorge für Kreditausfälle zentrale Kennzahlen. In einer Rezession steigen die Ausfälle, das ist das Hauptrisiko von Bankaktien. Vertrauen ist bei Banken existenziell, weshalb Stabilität so hoch gewichtet wird.

Bewertung: KBV und ROE

Banken bewertet man häufig über das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) in Verbindung mit der Eigenkapitalrendite (ROE). Faustregel: Verdient eine Bank eine hohe Eigenkapitalrendite, ist ein KBV über 1 gerechtfertigt, bei niedriger Rendite handelt sie oft unter Buchwert. Man kombiniert beide Kennzahlen und plant den Einstieg über eine definierte Zone.

Auf VAIQ werden Bankwerte täglich analysiert, mit Fundamental-Score, historischen Kennzahlen und, sofern ein Setup vorliegt, Einstiegs- und Zielzone. Die Inhalte sind Analysen und keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Wie verdienen Banken ihr Geld?

Vor allem über den Zinsüberschuss (die Differenz zwischen Kredit- und Einlagenzinsen) und über Provisionen (etwa aus Wertpapiergeschäft und Vermögensverwaltung). Steigende Zinsen weiten oft die Zinsmarge und begünstigen Bankaktien.

Welche Kennzahlen sind bei Bankaktien wichtig?

Vor allem die Kapitalquote (CET1-Ratio) für die Sicherheit, die Eigenkapitalrendite (ROE) für die Profitabilität, die Kosten-Ertrags-Relation für die Effizienz und die Risikovorsorge für Kreditausfälle. Zur Bewertung dient meist das Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Warum bewertet man Banken über das KBV?

Weil das Eigenkapital (der Buchwert) bei Banken die zentrale Substanz ist. In Verbindung mit der Eigenkapitalrendite (ROE) zeigt das Kurs-Buchwert-Verhältnis, ob eine Bank fair bewertet ist: Hohe Rendite rechtfertigt ein KBV über 1, niedrige Rendite führt oft zu einem Kurs unter Buchwert.

Was ist das größte Risiko bei Bankaktien?

Kreditausfälle, besonders in einer Rezession. Weil Banken mit sehr viel Fremdkapital arbeiten, kann schon ein kleiner Anteil fauler Kredite das Eigenkapital stark treffen. Deshalb sind Kapitalstärke und Risikovorsorge so wichtig.

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