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Aktien·Luke Michels

Coherent und Lumentum vor den Zahlen: Das unsichtbare Nadelöhr der KI-Rechenzentren

Coherent und Lumentum vor den Zahlen: Das unsichtbare Nadelöhr der KI-Rechenzentren

Am 12. August legen mit Coherent und Lumentum gleich zwei Zulieferer optischer Komponenten ihre Quartalszahlen vor, deren Bauteile GPU-Cluster in Rechenzentren miteinander vernetzen. Die Erwartungen liegen bei 1,62 beziehungsweise 2,96 Dollar je Aktie, ein Test dafür, wie tief die KI-Nachfrage inzwischen in die Zulieferkette reicht.

Das Wichtigste in Kürze
  • Coherent und Lumentum berichten beide am 12. August
  • Analysten erwarten je Aktie 1,62 Dollar bei Coherent und 2,96 Dollar bei Lumentum
  • Beide Firmen liefern optische Transceiver und Photonik-Komponenten für die Vernetzung von GPU-Clustern
  • Marktkapitalisierung: Coherent 72 Milliarden Dollar, Lumentum 62 Milliarden Dollar
  • Die Zahlen gelten als Gradmesser dafür, wie weit die KI-Nachfrage bereits die Netzwerk-Zulieferkette erreicht hat

Am Mittwoch treten zwei Unternehmen vor die Anleger, die kaum jemand kennt, deren Bauteile aber in jedem großen KI-Rechenzentrum stecken: Coherent und Lumentum berichten beide am 12. August über das abgelaufene Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,62 Dollar bei Coherent und 2,96 Dollar bei Lumentum, zwei Werte, an denen sich messen lässt, wie tief die Investitionswelle der KI-Branche inzwischen in die Zulieferkette vorgedrungen ist.

Beide Konzerne stellen optische Transceiver und photonische Bauteile her, die riesige Mengen an Grafikchips innerhalb eines Rechenzentrums und zwischen mehreren Standorten miteinander verbinden. Je mehr Rechenleistung ein KI-Cluster braucht, desto mehr Glasfaserverbindungen und desto mehr optische Module werden benötigt, ein Zusammenhang, der beide Aktien in den vergangenen Quartalen wiederholt getrieben hat.

Warum schauen Anleger gerade jetzt genauer hin?

Mit Marktkapitalisierungen von 72 Milliarden Dollar bei Coherent und 62 Milliarden Dollar bei Lumentum sind beide Unternehmen längst zu ernstzunehmenden Positionen in vielen Technologie-Portfolios geworden, obwohl sie selbst weder Chips noch Server bauen. Die Quartalszahlen zeigen deshalb aus einem anderen Blickwinkel, was sonst nur über die Kapex-Ankündigungen der großen Cloud-Konzerne sichtbar wird: ob die Nachfrage nach immer schnelleren Verbindungen zwischen Rechenzentren tatsächlich anhält, oder ob Kunden bei Bestellungen inzwischen vorsichtiger werden.

Welches Risiko steckt in den Erwartungen?

Beide Aktien haben zuletzt hohe Bewertungen erreicht, was die Messlatte für positive Überraschungen höher legt. Verfehlt eines der beiden Unternehmen die Konsensschätzung, könnte der Markt das laut Analysten nicht als firmenspezifisches Problem werten, sondern als Warnsignal für die gesamte Kette der KI-Zulieferer lesen, von Netzwerktechnik bis Kühlung. Übertreffen beide die Erwartungen deutlich, werten Beobachter das dagegen als weiteren Beleg dafür, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur ungebremst weitergeht.

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Alle Inhalte dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Anlageberatung im Sinne des WpHG dar. Teile dieses Artikels und das Titelbild wurden mit KI-Unterstützung erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft.